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Was ist eine Zession?

Eine Zession ist die juristisch rechtmäßige Abtretung einer bestehenden Forderung. Dabei geht das endgültige Recht auf Zahlungsempfang vom ursprünglichen Gläubiger (Zedent) auf einen neuen Gläubiger (Zessionar) vertraglich über.
Werden in diesem Zusammenhang anstatt einer einzelnen Forderung sämtliche, zum Zeitpunkt der Abtretung offenen Zahlungsverbindlichkeiten eines bestimmten Schuldners übertragen, sogar inklusive zukünftig entstehender Forderungen, wird von einer Globalzession gesprochen. Sind in die Abtretung mehrerer Forderungen unterschiedliche Schuldner eingebunden, wird sie als Mantelzession bezeichnet.

Stille und offene Zession

Die Übertragung einer Forderung geschieht gegen Gebühren sowie einen Abschlag und mithilfe einer Abtretungserklärung. Dieser Abtretungsvertrag wird ausschließlich zwischen Zedent und Zessionar vereinbart. Eine entsprechende Information an den Zahlungsschuldner ist nicht zwingend vorgeschrieben.

Wählen der ehemalige und der neue Gläubiger den internen Weg, sprich der Schuldner erfährt über seinen

Eine Zession ist die juristisch rechtmäßige Abtretung einer bestehenden Forderung.

Eine Zession ist die juristisch rechtmäßige Abtretung einer bestehenden Forderung.

Gläubigerwechsel nichts, handelt es sich um eine stille Zession. Die Zahlung des Schuldners fließt in diesem Fall an den Altgläubiger, der diese an den Zessionar weiterleitet – was bei unlauteren Absichten des Zedenten für den Neugläubiger durchaus die Gefahr des Zahlungsausfalls bedeuten kann.

Wird der Schuldner hingegen offiziell darüber in Kenntnis gesetzt, dass die gegen ihn gerichtete Forderung an einen neuen Gläubiger abgetreten wurde, stellt dies eine offene Zession dar. Sie zieht die Verpflichtung nach sich, auch nur noch an den Zessionar Zahlung zu leisten. Begleicht der Schuldner wissentlich oder versehentlich die übertragene Schuld dennoch an den Altgläubiger, so gilt diese dem Neugläubiger gegenüber weiterhin als ungetilgt!

Die Abtretungserklärung als Teil des Forderungsmanagements

Die Grundfunktion einer Forderungszession ist entweder die Sicherung der Unternehmensbonität oder die Absicherung von getätigten Wareneinkäufen sowie Investitionen bei liefernden und leistenden Gläubigern.
Während zum Beispiel eine Hypothek als „dingliches“ Sicherungsinstrument gilt, sprich es werden Rechte an Immobilien abgetreten, geht es bei einer Zession rein um die Umverteilung von Schuldverhältnissen (keine sachlichen Eigentumsansprüche).

Der Forderungsabtretung ähnlich ist das Factoring. In diesem Fall werden Forderungen jedoch für 80-90% der eigentlichen Gesamtsumme gezielt verkauft. Als Käufer treten in der Regel Banken, Inkassounternehmen, Anwaltskanzleien, aber auch private Personen auf. Hierbei steht vor allem die Liquiditätsbeschaffung im Vordergrund.
Auch eine Zession kann bei langen vereinbarten Zahlungszielen finanzielle Abhilfe in Form einer schnelleren Zahlung durch den Zessionar schaffen. An erster Stelle steht jedoch die Sicherungsfunktion. Sind zum Beispiel Warengeschäfte durch Zessionen abgesichert, erspart dies dem Zedenten gegebenenfalls den Weg zum Kreditinstitut sowie einen entsprechenden Schufa-Eintrag.